Historie

Selbsthilfe hat in Deutschland eine lange Tradition:

 

• Mit Beginn der Industrialisierung bildeten sich bereits Gewerkschaften, Krankenkassen, Vereine und Wohlfahrtsverbände, die schon damals als sozial-politische Interessenvertreter hilfebedürftiger Bürger agierten.

• Allerdings wurden gegen Mitte des letzten Jahrhunderts vorhandene Lücken bzw. Missstände des bis dahin etablierten Sozial- und Gesundheitssystems deutlich, sodass sich die ersten Selbsthilfeinitiativen und -vereinigungen bildeten. Neben den klassischen Themen, wie Sucht und Behinderung, kamen ab den 1970er Jahren viele weitere hinzu.

• Fast parallel zur steigenden Zahl an Selbsthilfeaktiven, entwickelten sich nun auch zunehmend Unterstützungsnetzwerke. Somit entstanden in den späten 80er Jahren u.a. die ersten Selbsthilfekontaktstellen als gezielte Einrichtungen zur Förderung der Selbsthilfe(-gruppen).

• Heute können wir in Deutschland und speziell in Niedersachsen auf eine „bunte“ Selbsthilfelandschaft blicken, die sich ständig im Wandel befindet. Denn: „Wo neue, gesellschaftliche Probleme auftauchen, da entstehen auch immer neue Lösungswege.“